Das Wahlrecht reformieren, so dass jede Stimme zählt!

Stimmen für kleinere Parteien, die unter der 5%-Hürde bleiben, zählen schlichtweg nicht: ihre Sitze werden unter den „Großen“ aufgeteilt. In 2013 gingen so über 15% Wählerstimmen verloren! Wir fordern ein Präferenzwahlsystem, in dem die 5%-Hürde bleibt, aber nicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

Das Wahlrecht reformieren, so dass jede Stimme zählt:

Durch die Einführung eines Präferenzwahlsystems!

Wir unterstützen die Demokratie als Staatsform, weil wir der Überzeugung sind, dass jede Stimme ein Recht darauf hat gehört zu werden, weil wir der Überzeugung sind, dass wir die besten Entscheidungen treffen, wenn alle die Möglichkeit haben sich zu beteiligen.

Die Herausforderung:

Allein in den letzten Wahlperioden der Bundestagswahl hatten 5-20% der gültig abgegebenen Stimmen keinen Einfluss auf die Sitzverteilung. Unzählbar viele Wählerinnen und Wähler entscheiden sich taktisch für eine große Partei, um ihre Stimme nicht einer Partei der Kategorie „Sonstige“ zu geben. Das Ergebnis verzehrt den Willen der wählenden Menschen.

Auf der anderen Seite sorgt eine Sperrklausel für eine arbeitsfähige Anzahl an Fraktionen in den Parlamenten.

Was ein Wahlsystem bieten muss: Wir möchten eine arbeitsfähige Menge an Fraktionen im Bundestag. Trotzdem müssen Wählerinnen und Wähler ohne Bedenken die Partei wählen können, die ihnen am meisten zusagt. Jede Stimme muss dabei einen Unterschied in der Sitzverteilung ausmachen. Gleichzeitig muss das System einfach zu verstehen und durchzuführen sein.

Die Lösung: Ein Präferenz-Wahlsystem

Wie wir uns ein Präferenz-Wahlsystem vorstellen: Jeder Wähler kann seine Präferenzen für Parteien und Kandidaten auf dem Wahlzettel durch eine erste, zweite, dritte, usw. Präferenz angeben. Die Stimmen für Parteien oder Kandidaten ohne eine Chance auf Sitze werden durch die angegebene zweite, dritte, usw. Präferenz neu verteilt.

(1) Das Wahlergebnis der “ersten Präferenz” wird ausgezählt.

(2) Die Option mit den geringsten Stimmen fällt weg, die Stimmen werden an die jeweils nächste Präferenz verteilt.

(3) Schritt 2 wird wiederholt, bis jede Zweitstimme einer Partei zugeordnet wurde, die dann über der Sperrklausel von 5% liegt oder keine weitere Präferenz mehr angegeben ist, bzw. bei den Erstimmen ein Kandidat 50% der gültigen Stimmen auf sich vereint.

Mit einem Präferenz-Wahlsystem wird der Wille der wählenden Menschen proportional am besten im Wahlergebnis abgebildet. Keine Stimme geht „verloren“ und die Politikverdrossenheit sinkt möglicherweise. Menschen aus Deutschland hätten wieder den Mut ihre wirklich präferierte Partei zu wählen.