Freiheit von Geschlechterkategorien

Heute muss auf vielen offiziellen Dokumenten das Geschlecht als männlich oder weiblich angegeben werden. Die beiden prominentesten Beispiele hierbei sind, die Geburtsurkunde und der Pass. Hingegen ist dies auf dem Führerschein und dem Personalausweis nicht der Fall. Es handelt sich also um eine Kategorie in der wir uns klassifizieren müssen. Als solche muss diese, einen klaren Grund haben, da sie im Generellen Freiheiten einschränkt. In Deutschland wissen wir historisch, welche negativen Folgen Klassifizierungen haben können. Sie können Unterschiede hervorheben, Vorurteile bilden und zu Diskriminierung führen. Deshalb gibt es, anders als in den USA, keine Kategorie Ethnie. Denn dies hat hier bereits zu mehr als Diskriminierung geführt.

Wir, die Neuen Liberalen, fordern deshalb, dass die Kategorie „Geschlecht“ nicht mehr auf offiziellen Dokumenten erscheint.
Als Liberale wollen wir es den Menschen ermöglichen sich möglichst selbst frei zu entfalten. Diese Tage wird uns aber immer mehr bewusst gemacht, wieso diese Klassifizierung im Besonderen schädlich ist. Zum einen fühlen manche Menschen sich nicht zugehörig zu der Identität, die ihnen gegeben wird. Des Weiteren sind viele Menschen eingeschränkt durch Vorurteile und Ideale, welche mit einem binären System männlich und weiblich, ausgehen. Psychologen sehen den Druck zu der Konformität mit Idealen als Grund für mehrere Krankheiten. Wir befürworten, dass in Ländern wie Schweden nun neutrale Pronomen eingeführt wurden, und verurteilen, wenn Transsexuelle gezwungen werden zu dem WC zu gehen, welches ihrem Geschlecht in der Geburtsurkunde entspricht. Wir sind der Überzeugung, dass diese und andere Diskriminierungen durch eine öffentliche Abkehr von diesem binären System verhindert werden können.

Das Entfernen der Kategorie Geschlecht kann außerdem weitere Änderungen einleiten. Zu Beginn nimmt es den Zwang, direkt bei der Geburt, dem Kind ein Geschlecht zuzuordnen. Dies hat keine Auswirkung auf medizinische Behandlungen und das Geschlecht soll wie bisher bei der Krankenkasse registriert werden. Auch für spitzen Sport gäbe es keine Einschränkungen, da der IOC beschlossen hat, dass Sportler bei den Damenwettkämpfen mitmachen dürfen falls sie über ein Jahr eine Testosteron Grenze unterschreiten. Genauso hat dies keine Auswirkungen für die Strafverfolgung, da andere visuelle Merkmale wie Haarfarbe nicht verzeichnet werden müssen, um erhoben zu werden.. Außerdem lehnen wir ab, das deutsche Frauen im Ausland aufgrund dieser Kategorie diskriminiert werden und fordern die Bundesregierung auf sich im Ausland für ein Wegfallen dieser Kategorie auf dem Pass einzusetzen.

Wir, die Neuen Liberalen glauben, dass die Freiheit sich zu entfalten und seine eigene Identität zu definieren Grundvoraussetzungen für eine gesunde Gesellschaft sind. Wir verurteilen Diskriminierung anhand von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Identität. Ein klares Zeichen der Politik und Verwaltung hilft gesellschaftliche Standards zu setzen.