Dennoch respektieren wir das Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

„Das Verbot einer Partei ist das schärfste Schwert, das dem Rechtsstaat zur Verfügung steht und welches mit Bedacht geführt werden muss“, erklärt Christian Bethke, Bundesvorsitzender der Neuen Liberalen. „Offensichtlich haben dem Bundesverfassungsgericht nicht genügend gute Gründe vorgelegen, dieses Schwert zu führen und erstmals seit über 50 Jahren wieder einem Parteienverbot den Weg zu ebnen. Insofern ist das Urteil zu respektieren.“
Gleichwohl bedauert Bethke die Wirkung, die von diesem Urteil ausgeht: „Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien haben einen größeren Spielraum erhalten. Den werden sie nutzen.“ Der Druck auf die zivilisatorischen Standards werde weiter wachsen: „Ich befürchte, der Ton in unserer Gesellschaft wird rauer werden.“
Der Bundesvorsitzende der Neuen Liberalen plädiert andererseits für Gelassenheit: „Die NPD spielt in der politischen Landschaft keine Rolle mehr, weil sie thematisch teilweise in der AfD aufgegangen ist. Diese Partei stellt die eigentliche Herausforderung in der nächsten Zeit dar. Die werden wir mit politischen Mitteln bewältigen müssen.“